Pfarrei zum heiligen Josef Freinademetz Milland
Die Pfarrei Milland
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Die Pfarrei zum heiligen Josef Freinademetz Milland

Milland ist ein Stadtteil der Gemeinde Brixen und liegt südöstlich des Stadtzentrums, an der Straße nach St. Andrä. Die Pfarrei Milland weist nicht nur die Pfarrkirche zum heiligen Josef Freinademetz auf, sondern auch die Wallfahrtskirche Maria am Sand, die sich großer Pilgertätigkeit erfreut.

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Wissenswertes über die Pfarrei Milland

Die Pfarrkirche zum heiligen Josef Freinademetz ist die einzige, die dieses Patrozinium trägt. Da die vorherige Pfarrkirche „Maria am Sand“ abseits von Milland lag, nämlich am Tramötschbach, wurde die Seelsorgebetreuung der Pfarrei immer schwieriger. Als Hochwürden Michael Haspinger 1963 die Stelle als Pfarrer antrat, setzte er sich zum Ziel, ein neues Pfarrzentrum samt Kirche im Dorfkern zu errichten. Daher diente von 1973 bis 1985 der Saal des Pfarr- und Jugendsaals als Kirche. Bereits in diesen Jahren zählte Milland jedoch etwa 4 000 Einwohner, und somit wurde der Saal schnell zu klein.

Der Architekt Dr. Othmar Treffer aus Bruneck wurde mit der Planung einer neuen Pfarrkirche beauftragt. Die Pläne wurden von der Baufirma Peter Erlacher aus Vahrn umgesetzt, die 1984 mit den Arbeiten begann. Als Kirchenpatron dient seitdem der ladinische Chinamissionar Pater Josef Freinademetz, wodurch die Pfarrkirche auch zu einem Wallfahrtsort wurde. Am 5. Oktober 2003 wurde der Kirchenpatron von Papst Johannes Paul II heiliggesprochen.

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Kirche

Die Pfarrkirche zum heiligen Josef Freinademetz

Der Kirchenbau nimmt die Form eines geräumigen, hoch aufragenden Zelts ein und bietet Platz für 700 Gläubige. Der Altarraum ist lichtdurchflutet und lenkt den Blick auf die an der Decke befindlichen Balken und Verstrebungen, die für ein Gefühl der Ruhe und Beschaulichkeit sorgen. Die dezente künstlerische Ausstattung entstand unter der fachkundigen Beratung von Diözesankonservator Prof. Dr. Karl Gruber.

Am Eingang zur Kirche befindet sich eine Bronzetafel, die an die Kirchenweihe durch Bischof Joseph Gargitter am 19. Oktober 1985. Der künstlerische Mittelpunkt der Kirche zum heiligen Josef Freinademetz bildet das „Wallfahrtsbild“ (1985) des Kirchenpatrons. Darin hat der Maler Gotthard Bonell aus Truden ein beeindruckendes Bild des Chinamissionars geschaffen. Es zeigt Josef Freinademetz im Mandarin-Rock, der eine Bibel in der Hand hält. Die Weisheit, die er ausstrahlt, wird durch Berge, Bäume und das Buch transportiert.

Die Altarplatte besteht aus Carrara-Marmor und wurde von der Firma Bernardi aus Brixen geschaffen. Sie ist an den Außenrändern erhöht, in Anlehnung an die Form chinesischer Tische. Der Tabernakel besteht aus Kupferblech und wurde, genau wie die Ewig-Licht-Ampel, von Prof. Martin Rainer aus Brixen hergestellt. Der Taufbrunnen wurde von Friedrich Gurschler aus Partschins geschaffen und besteht aus Andrianer Porphyr. Die Verzierungen rundherum sind eine Anspielung an antike Vasen aus China und zeigen u. a. stilisierte Zikaden, die als Sinnbild des Wassers und des Lebens gelten. Der Deckel wurde aus getriebenem Kupfer hergestellt und zeigt anhand der vier Flüsse des Paradieses, die die Taufe symbolisieren, die Schöpfungsgeschichte. Der Künstler Hans Oberstaller aus Taisten schnitzte den Osterkerzenleuchter, der die Erlösungsgeschichte repräsentiert.

Der barocke Seitenaltar sowie das Kruzifix von Adam Baldauf (entstanden um 1628) und die Mater Dolorosa vom Albeinser Bildhauer Franz Sullman stammen aus der Kunstsammlung der Pfarrei. Der Seitenalter befand sich früher auf der Empore der Kirche Maria am Sand, wurde 1645 von Simon von Parmetin gestiftet und stammt aus der Werkstatt von Stefan Kessler. Darauf abgebildet sind die Geburt Christi, Anna selbdritt sowie die Pestheiligen Rochus und Sebastian, der heilige Florian und die heilig Barbara. Der Name „Annenaltar“ stammt von der Abbildung Annas. Die Seiten zieren die heiligen Barbara und Elisabeth, die vom Grödner Bildhauer Wilhelm Senoner hergestellt wurden.

Die Kirchenorgel wurde 1988/89 vom Fleimstaler Orgelbauer Paolo Ciresa hergestellt und am 15. Oktober 1989 eingeweiht. Sie besteht aus 2 500 Orgelpfeifen, wovon nur 500 sichtbar sind.

Der Kirchturm ist von einem Kupfermantel umgeben und ragt mit seinen 49 Metern zierlich in den Himmel. Die Glocken wurden von der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck gegossen und wurden am 13. Oktober 1985 vom Weihbischof Heinrich Forer eingeweiht.

Der Kirchenpatron Josef Freinademetz

Josef Freinademetz wurde am 15. April 1852 in Ojes bei St. Leonhard in Abtei geboren und wuchs in einer kinderreichen Bergbauernfamilie auf, nämlich als viertes von dreizehn Kindern. Nach seiner Ausbildung in Brixen empfing er 1875 die Priesterweihe und war zwischen 1876 und 1878 als Kooperator und Lehrer in St. Martin in Thurn tätig. Im selben Jahr trat er in die Gemeinschaft der Steyler-Missionare ein und wurde ein Jahr später nach China entsandt, wo er die Provinz Shantung als Missionsgebiet erhielt.

Er war ein begeisterter Wanderprediger und konnte so eine kleine christliche Gemeinde aufbauen. Er tauchte mit Leidenschaft in die Kultur und Mentalität Chinas ein. Er durchlebte jedoch schwierige letzte Jahre, da der Boxer-Aufstand in China sich gegen Europäer und Missionare richtete. Pater Josef Freinademetz starb am 28. Februar 1908 an Typhus und wurde in Taikia begraben, seine Grabstätte wurde jedoch während der Kulturrevolution zerstört.

Der Brixner Theologieprofessor Johannes Baur sowie die Gemeinschaft der Steyler-Missionare setzten sich für die Seligsprechung des Missionars ein, die 1975 von Papst Paul VI erfolgte. Am 5. Oktober 2003 wurde Josef Freinademetz schließlich von Papst Johannes Paul II heiliggesprochen.

Die Wallfahrtskirche Maria am Sand

Die Wallfahrtskirche Maria am Sand mit dem Gnadenbild der Madonna ist Millands alte Pfarrkirche und reicht in das 14. Jh. zurück. Um die Mitte des 15.Jh.s wurde die Kirche mit einem Gewölbe des Langhauses, einem Turm sowie dem Spitzbogenportal erweitert. Im 18. Jh. wurde die Kirche barockisiert.

Neues aus der Pfarrei
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Kirchliche Organisationen

Pfarrseelsorger
Seelsorger
Pater

Dr. Johann Maneschg

Seelsorger der italienischen Pfarrgemeinde

Don Luca Cemin

Pfarrgemeinderat
Vorsitzender

Manuel Complojer

Stellvertretende Vorsitzende

Miriam Zenorini

Schriftführer

Walter Sonnerer

Dekan Florian Kerschbaumer, Luca Cemin, Hans Maneschg, Isabella Engl, Stefania Torri, Alex Frena, Christian Ortner, Friedbert Tremmel

Pfarrverwaltungsrat PVR
PVR-Vorsitzender

Dekan Florian Kerschbaumer

Manuel Complojer, Alex Frena, Christian Ortner

Pfarrausschuss

Manuel Complojer, Miriam Zenorini, Walter Sonnerer

Friedhofskommission

Pius Prader, Alfred Freitag

Vertreter der Pfarrei im Pfarreienrat

Walter Sonnerer, Stefania Torri

Pfarrliche Gruppen, freiwillige Helfer und kirchliche Vereine
  • Ministrant*innen, unter der Leitung von Felix Hofer
  • Jungschar, unter der Leitung von Felix Hofer