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Die Pfarrei Tschötsch
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Pfarrei zu den Heiligen Johannes dem Täufer und Klemens Tschötsch

Die Pfarrei Tschötsch erstreckt sich an einer Bergflanke südwestlich der Stadt Brixen von der Fraktion Mahr in der Talsohle (südlich des Wirtes in der Mahr) bis zu dem auf ca. 1.000 Meter hoch gelegenen Spielbergerhof in der Fraktion Tötschling unter dem Radlsee und dem Hundskopf.

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Wissenswertes über die Pfarrei Tschötsch

Zur Pfarrei gehört der Hauptort Tschötsch auf ca. 700 Metern und die nördlich davon gelegene Fraktion Pairdorf. Diese Ortschaften bilden zusammen mit den Fraktionen Tils, Gereuth, Pinzagen und Untereben das Gebiet Pfeffersberg. Sie stellen ältesten Kulturboden dar, und die Kultkontinuität reicht von der Steinzeit bis in unsere Zeit. Das heißt, dass Menschen seit 5 000 Jahren ununterbrochen auf dieser Mittelgebirgsterrasse siedeln und Gott an ausgewählten Stellen verehren. Zeugnisse hierfür sind die Kirche St. Nikolaus auf der Platte und das westlich davon gelegene Johanneskirchlein, beide in der Fraktion Tötschling gelegen. In Tötschling wurde der bekannte Menhir gefunden, der aus dem ausgehenden 3. Jahrtausend v. Chr. stammt. Auf der sogenannten Tschötscher Heide, die nordöstlich von Pairdorf liegt, zeugen zahlreiche Schalensteine von der frühen kulturellen Besiedelung dieser Gegend.

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Die Kirchen der Pfarrei Tschötsch

Zur Pfarrei Tschötsch gehören die Pfarrkirche in Tschötsch, die den Heiligen Johannes dem Täufer und Klemens geweiht ist, die beiden Filialkirchen in Tötschling, wovon eine dem heiligen Johannes dem Evangelisten und die andere dem heiligen Nikolaus geweiht ist.

Die Kirche zum heiligen Jakobus in der Mahr ist im Privatbesitz des Vinzentinums in Brixen, und die Kirche zum Heiligen Geist in Pairdorf befindet sich im Privatbesitz der Haka AG. Diese kann von den beiden Pfarreien Tschötsch und Tils für gemeinsame kirchliche Feiern genutzt werden, weil sie Platz für etwa 400 Personen bietet. Hierbei handelt es sich um einen modernen Kirchenbau im typischen Baustil des Architekten Othmar Barth aus den Jahren vor 1970.

Die beiden Pfarreien Tschötsch und Tils pflegen eine enge pfarrliche Zusammenarbeit hinsichtlich der gemeinsamen liturgischen Feiern und großen Festtage. Die beiden Pfarreien haben einen gemeinsamen Pfarrseelsorger und Kirchenchor. Die Kirchen der Pfarrei Tschötsch können im Rahmen der Sieben-Kirchen-Dekanatswallfahrt, die jedes Jahr am 3. Sonntag im September stattfindet, besucht werden.

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Die Pfarrkirche zu den heiligen Johannes dem Täufer und Klemens
Die Pfarrei Tschötsch

Die Kirche wird erstmals 1406 erwähnt und soll an der Stelle der Burg der Herren von Tschötsch, die bereits um1219 zerstört worden war, auf einem Felshügel als gotischer Bau mit Granitsteinen errichtet und 1490 geweiht worden sein. Mit dem Papst und Märtyrer Klemens (dritter Nachfolger des heiligen Petrus) steht auch die Klemens-Quelle in Verbindung, die westlich der Kirche im felsigen Gelände entspringt. Dieser Brunnen diente wohl für die Trinkwasserversorgung der Burg.
Das Gemälde des heiligen Christophorus an der äußeren Südwestfassade stammt aus dem Jahre 1498: Der Pilgerpatron schützt vor einem jähen Tod. Der nördliche Sakristeizubau stammt aus dem Jahr 1673.

 

Sehenswert sind auch die Friedhofzugänge durch ein Tor mit gefasten Granitsteinen sowie der gepflegte Friedhof. Neben dem Nordeingang steht eine wuchtige Linde und dahinter das barocke Widum aus dem Jahr 1779 mit einem Fresko über dem Eingang, das die Madonna mit Johannes dem Täufer und dem heiligen Klemens darstellt. Gegenüber dem Widum steht am Ende des Gartens ein ehemaliges Brunnenhäuschen.

Kirche und Glockenturm stehen auf Gletscherschliffen, in der Südwestecke ist in einem barocken Zubau mit Gratgewölbe die Leichenkapelle mit der Gedenkstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege untergebracht. Im Halbbogen hängt ein Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, das 2004 restauriert wurde und Maria als Fürsprecherin der armen Seelen bei der Dreifaltigkeit zeigt. Im Friedhof steht ein großes Kreuz. An der Südseite des Kirchturmes ist eine al fresco gemalte Sonnenuhr angebracht.

Das Kirchenportal stammt aus dem 19. Jahrhundert und besitzt schöne Türbeschläge sowie geschnitzte Traubenreliefs als Symbole des Opferweines der heiligen Messe, wohl auch als Hinweis auf den guten Weißwein, der auf den Hängen um Tschötsch gedeiht. Das Innere der Kirche ist durch eine feine Dekoration aus der späten Barockzeit gekennzeichnet, das gotische Gewölbe ist mit Rokokostuck überzogen, in der Mitte der ihrer Rippen beraubten Langhausdecke befindet sich das Fresko von Johann Anton Zoller, signiert und datiert auf 1763: Das Gemälde zeigt die Taufe Jesu durch Johannes  den Täufer.

Ein auf Leinen gemaltes frühbarockes Ölbild aus der Mitte des 17. Jahrhunderts hängt an der Nordwand in einem Stuckrahmen und zeigt den Gesundheitspatron St. Erasmus, den Apostel Thomas und den heiligen Kaiser Heinrich von Bamberg. In einer darüber liegenden Rocaille-Muschel sind Engelskinder zu sehen, gemalt von Johann Baptist Oberkofler. Auf einer Konsole steht ein Bild der Muttergottes vom Guten Rat, des Gnadenbildes von Genazzano bei Rom. Gegenüber befindet sich die elegante barocke Kanzel.

Der Hochaltar ist ein strenger klassizistischer Aufbau von Josef Stauder aus Innichen/Sexten, geschaffen um 1848. Das Hochaltarbild von Franz Sebald Unterberger wurde 1944 durch einen Bombentreffer zerstört. An seiner Stelle hängt jetzt ein Kruzifix und daneben als Fresko Johannes der Täufer sowie der Apostel Johannes, gemalt von Johann Baptist Oberkofler. Die Docken der Kniebänke sind mit dem geschnitzten eucharistischen Symbol der Trauben verziert. Das Ölbild der Immaculata an der Südwand zeigt die Patrone St. Johannes und St. Lucia zusammen mit der heiligen Ottilia, es handelt sich wohl um ein Werk des Brixner Malers Johann Georg Dominikus Grasmair von der Glockengießerei.

Die Kirche zu St. Jakob in der Mahr
Die Pfarrei Tschötsch

Gemeinsam mit dem nördlich davon gelegenen Gasthaus zum Wirt an der Mahr bildet die Kirche ein sehr malerisches Ensemble. An diesem Gotteshaus führt die mittelalterliche Straße vorbei, womöglich der westliche Strang des Römerwegs. Vom ursprünglichen Bau aus romanischer Zeit (erwähnt 1173) haben sich nur die Grundmauern des Kirchleins und seines Glockenturms erhalten. Bald nach 1400 wurde ein gotischer Bau begonnen und 1428 geweiht. Dieser Kirche kommt im Zusammenhang mit dem „letzten Minnesänger“ Oswald von Wolkenstein (1377–1445) große Bedeutung zu.

Kostbarer Besitz dieses Gotteshauses sind die gemalten Wappenschlusssteine am Gewölbe und die al fresco um 1461 von Meister Leonhard aus Brixen gemalten Begebenheiten aus dem Leben des Kirchenpatrons mit der berühmten Hühnerlegende. Über dem Altar, von dem noch die frühbarocke Marienstatue samt den Seitenfiguren St. Jakob und St. Nikolaus erhalten ist, sind auf den Schlusssteinen das Lamm Gottes und die Symbole der Evangelisten (Lukas-Stier, Markus-Löwe, Matthäus-Engel, Johannes-Adler) gemalt. Von der reichen frühbarocken Ausstattung ist nur wenig erhalten geblieben. Ein kostbares Antependium und ein Tabernakel im Rokokostil schmücken den Altar.

Ein kunsthistorisch bedeutendes Denkmal ist der Glockenturm, der Marmorsäulen vom Brixner Dom und Kreuzgang in den Schallfenstern trägt. Das Fenster an der Südseite hat ein Kapitell, das kunstvoll behauen ist. Der Maierhof oberhalb der Kirche reicht in das hohe Mittelalter zurück.

Die Kirche St. Johann in Tötschling
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Auf einer Geländeterrasse in Tötschling liegen die beiden Kirchen zu den heiligen Johannes Evangelist und Nikolaus. Beide Kirchen wurden zwischen 1996 und 1998 generalsaniert. Der Sage nach haben zwei Herren von Gereuth die Gotteshäuser gegenseitig zum Trotz erbaut. In Wirklichkeit dürfte aber der hochheilige Kultbezirk, durch den der uralte Fernweg der rechten Talseite verlief, ausschlaggebend gewesen sein. Ältestes Zeugnis der Johanneskirche ist das im Jahre 1996 entdeckte Fresko eines Reiters, der einem Hirsch nachstellt, verblüffend ähnlich dem romanischen Fresko an der Außenseite der Burgkapelle von Hocheppan (Ende des 12. Jahrhunderts). Dieses Gemälde an der nördlichen Kirchenaußenwand dürfte aus dem 13. Jahrhundert stammen. Aus der gleichen Stilepoche stammt auch das 2002 entdeckte romanische Fresko einer Kreuzigung, das unter einer gotischen Darstellung verborgen war. Letztere wurde abgelöst, auf einer Platte befestigt und im Kircheninneren aufgehängt. Bei der Restaurierung der Kirche im Jahr 1996 kam auch die romanische Rundapsis zum Vorschein.

Es ist durchaus möglich, dass sich auf dem sagenumwobenen Spielbergerbühel oberhalb der beiden Kirchen eine burgähnliche Behausung befand. Im Inneren des Kirchleins liegt eine flache Holzdecke auf den romanischen Mauern des Langhauses. Der Chor verfügt über ein Netzgewölbe mit Runden und viereckigen Schlusssteinen, darauf sind Christus als Erlöser und die Evangelistensymbole, ferner das Fresko Mariens mit Johannes und Nikolaus abgebildet. Der Chor ist datiert auf 1493, geweiht wurde er 1496. Das Türmchen stammt von einer Restaurierung im Jahr 1955, vorher krönte ein kleiner Zwiebelturm den Kirchendachgiebel.

Im neugotischen Altaraufbau stehen die alten Schnitzfiguren des Bischofs Nikolaus, des heiligen Johannes Evangelisten, des Pestpatrons Rochus, des Abtes und Viehpatrons Antonius Einsiedler sowie eine neue Schnitzfigur des heiligen Florian. An der Kirchennordseite befindet sich eine Muttergottesstatue von Bachlechner, in einer Nische die barocke Figur eines Schmerzensmannes und gegenüber das Votivbild der heiligen Notburga. Neben der Kirche St. Johann steht auch ein Bildstock mit Schmerzensmann.

Die Kirche St. Nikolaus in Tötschling
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Diese Kirche befindet sich in einmalig schöner Lage mit den Felszacken der Geislergruppe im Hintergrund nordöstlich der Kirche St. Johann auf einer Felsplatte, auf der laut archäologischen Grabungen ein vorgeschichtlicher Kultplatz vorhanden war. Die Kirche ist in der heutigen Form erst in gotischer Zeit auf romanischen Grundmauern aus dem 13. Jahrhundert errichtet worden und wurde 1337 erstmals erwähnt. Chor und Glockenturm wurden nach 1500 erbaut. Das Altarbild mit dem Kirchenpatron stammt aus dem Jahre 1849.

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Neues aus der Pfarrei
Die Pfarrei Tschötsch
Tschötsch
28.11.2021

Orgelweihe in Tschötsch

Nach verschiedenen coronabedingten Schwierigkeiten konnte am 28. November 2021 die neue Orgel, die vor 2 Jahren von der Pfarrei für die Pfarrkirche angeschafft wurde, offiziell im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes, der vom Kirchenchor Pfeffersberg musikalisch mitgestaltet wurde, von Seelsorger Alois Gurndin eingeweiht werden.

Diese Orgel stellt für die Pfarrkirche in Tschötsch und die musikalische Gestaltung der Gottesdienste eine große Aufwertung und Bereicherung dar.

Vor der Weihe stellte Josef Kerschbaumer im Namen des Pfarrgemeinderates kurz die wichtigsten technischen Merkmale und Möglichkeiten dieser Orgel vor: es handelt sich bei dieser Orgel um ein sogenanntes Sakralkeybord  der Marke Viscount Cantorum Duo und nicht um eine übliche Pfeifenorgel, d. h. die Töne werden nicht dadurch erzeugt, dass bei Tastendruck Luft in Pfeifen geblasen wird, sondern die Töne sind bei diesem Instrument mit einer neuwertigen Technologie digital bzw. elektronisch von einer echten Pfeifenorgel eingespeichert worden und werden über 2 verstärkte Aussenlautsprecher zum Klingen gebracht.

Der große Vorteil dieser Art von Orgel zu einer normalen Pfeifenorgel ist, dass sie mit ihren 27 Orgelregistern und Orchesterstimmen einer mittleren Orgel gleichkommt, damit eine große und orgelgetreue Klangvielfalt bietet, aber einen kleinen Bruchteil von einer entsprechenden Pfeifenorgel kostet, und nicht immer wieder nachgestimmt werden muss.

Diese Orgel hat 2 Manuale, 1 Pedal und kann praktisch wie eine Pfeifenorgel bespielt werden. Weiters können über diese Orgel Musikstücke von elektronischen Geräten abgespielt werden. Auch kann das sogenannte Ecantore-Selbstspielsystem angeschlossen werden, mit dem ohne Organist durch Fernbedienung sämtliche Lieder des Gotteslobes mit der Orgel wie üblich begleitet werden können; zudem stehen mit diesem System über Hundert Orgelstücke zur Verwendung bei Gottesdiensten zur Verfügung. Allerdings braucht es dazu jemanden, der  die Lieder aus dem Gotteslob  auswählt und das System bedient.

Wie man sieht, ein sehr interessantes und vielseitig einsetzbares Instrument, das auch ein Anreiz für junge Leute wäre, das Orgelspielen zu erlernen.

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Kirchliche Organisationen

Pfarrseelsorger

Pater Giampietro Pellegrini

Herz-Jesu-Missionshaus in Milland

Seelsorger

Dr. Alois Gurndin

Brennerstraße 58/B | 39042 Brixen

Pfarrliche Gruppen, freiwillige Helfer und kirchliche Vereine
  • Lektor*innengruppe
  • Kommunionhelfer*innen
  • Ministrant*innen
  • Mesner*innen
  • Organist
  • Kirchenchor
  • Kirchenhelfer*innen
  • Katholische Frauenbewegung
  • Jungschar
  • KVW
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Gottesdienste in der Pfarrei Tschötsch

An folgenden Tagen finden regelmäßige heilige Messen statt:

  • Jeden zweiten Sonntag um 9.00 Uhr Gottesdienst in der Pfarrkirche Tschötsch und jeden zweiten Samstag und an Festtagen eine Vorabendmesse um 19.30 Uhr, abwechselnd mit Tils
  • Jeden Mittwoch Werktagsmesse am Abend um 19.30 Uhr in Tschötsch bzw. in einer der Außenkirchen
  • Die Festtagsgottesdienste finden um 9.00 Uhr in der Kirche in Pairdorf statt.

Um den genauen Ort und die genaue Zeit der Gottesdienste zu erfahren, bitten wir, das jeweilige Pfarrblatt zu konsultieren.

Weitere Informationen

Für Taufbegehren, Hochzeiten oder Todesfälle wendet euch bitte an den Pfarrseelsorger Pater Giampietro Pellegrini.

Für die Krankenkommunion und -salbung oder Seelsorgegespräche wendet euch bitte an den Seelsorger Dr. Alois Gurndin.

Bezüglich Zuständigkeiten bei Todesfällen wendet euch bitte an den Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Hubert Kirchler oder seinen Stellvertreter Josef Kerschbaumer (die jeweiligen Kontaktinformationen findet ihr weiter oben), oder konsultiert diesen Leitfaden.

Die Texte stammen von Josef Kerschbaumer, wobei für die kunsthistorische Beschreibung der Kirchen mit freundlicher Genehmigung von Dr. Karl Gruber auf seine Texte in der Borschüre „Kunst am Sieben-Kirchen-Weg“ im Tappeiner Verlag zurückgegriffen wurde. Die Fotos stammen von Josef Kerschbaumer und von Siegfried Tasser.

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